Notarielles Testament

Notarielles Testament

 

Möchte ein Erblasser auf der sicheren Seite sein, dass sein Testament rechtswirksam ist und keine Fehler enthält, sollte sich dieser von einem Notar beraten lassen. Das notarielle Testament heißt auch öffentliches Testament. Dies ist auf jeden Fall sinnvoll für Personen, die ein großes Vermögen haben und nicht mit der gesetzlichen Erbfolge einverstanden sind. Möchte der Erblasser von der gesetzlichen Erbfolge abweichen, erzeugt dies meistens Ärger bei den Erben. Daher sollte sich der Erblasser auf jeden Fall notarielle Beratung einholen und ein öffentliches Testament erstellen. Durch die Beratung von einem Notar werden Form- und Rechtsfehler vermieden, die bei einem eigenhändigen Testament doch häufiger auftreten. Bei einem notariellen Testament handelt es sich um ein öffentliches Testament. Dies bedeutet nicht, dass Dritte jederzeit Kenntnis über den Inhalt des Testaments erhalten oder dass das Testament vor dem Ableben öffentlich bekannt gemacht wird, denn der Notar unterliegt der Schweigepflicht. Das notarielle Testament ist öffentlich, da es im Zentralen Testamentsregister geführt wird und damit öffentlich bekannt ist, dass ein Testament vorhanden ist. Ein notarielles Testament kann zusammen mit dem Notar verfasst werden und von diesem aufgesetzt werden. Allerdings kann der Erblasser sein Testament auch eigenhändig verfassen und dies dem Notar übergeben, sogar in einem verschlossenen Umschlag. Der Notar muss keine Kenntnis von dem Inhalt des Testaments haben. Der Notar bestätigt dann, dass der Erblasser ihm ein Testament zur Verwahrung überreicht hat. In dem Falle profitiert der Erblasser nicht von der Beratung, sondern lediglich von der sicheren Verwahrung seines letzten Willens. Wird ein umstrittenes Testament nur Privat aufbewahrt und gelangt nach dem Ableben des Erblassers in die falschen Hände, kann es auch schnell verschwunden sein. Ein öffentliches Testament wird beim zuständigen Amtsgericht aufbewahrt und im Zentralen Testamentsregister, welches von der Bundesnotarkammer in Berlin geführt wird, erfasst. Der Erblasser erhält einen Hinterlegungsschein für sein Testament. Die notariellen Kosten richten sich nach dem sogenannten Geschäftswert, das heißt dem Vermögen des Erblassers. Diese Kosten sind in der Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgelegt.

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